4. Aug. 2011

Fotografieren leicht gemacht

Die größte Herausforderung beim Fotografieren inszenierter Motive besteht darin, dass sie nicht gestellt wirken, sondern die Lebendigkeit des Augenblicks im Bild festhalten. Um dies zu erreichen, braucht der Fotograf vor allem eines: eine gute Idee. Je klarer die Vorstellung, was das Bild aussagen soll, umso naheliegender sind die Mittel, mit denen man sein Ziel erreicht.

Eine besondere Rolle spielen die Fotomodelle, die der Fotograf für eine gute Inszenierung braucht. Ganz gleich, ob es sich dabei um Profis handelt oder nicht: Beziehen Sie Ihre Modelle in die Planung der Szenerie mit ein. Fragen Sie zum Beispiel, wie das Modell noch nie fotografiert wurde oder wie es schon immer einmal fotografiert werden wollte. Aus solchen Gesprächen ergeben sich meist ganz spontan sehr überraschende Ideen, die das Modell sehr überzeugend umsetzt.

Ebenfalls sehr hilfreich sind kleine Schauspielübungen. Machen Sie dabei Probeaufnahmen von den Modellen, damit Blitz und Auslöser der Kamera zur Nebensache werden und später nicht ablenken. Regen Sie die Vorstellungskraft Ihrer Modelle durch den Austausch im Gespräch an, denn das erhöht gleichzeitig die Ausdruckskraft bei der Darstellung. Außerdem hilft alles, was auch in anderen Situationen zu einer entspannten Atmosphäre und gelassenen Stimmung beiträgt.

Außenaufnahmen bei Regen:

Wer sich für Außenaufnahmen ausgerechnet an einem Regentag mit einem Modell verabredet hat, muss dennoch nicht verzweifeln. Es gibt ein paar Tricks, mit denen Sie auch bei schwierigen Lichtverhältnissen tolle Effekte erzielen.

Schutz der Kamera:

Schützen Sie Ihre Kamera bei starkem Regen mit einer wasserabweisenden Hülle und verstauen Sie sie sofort nach dem Einsatz wieder in der Fototasche. Die Linse können Sie beim Fotografieren mit einer Sonnenblende, die vor das Objektiv geschraubt wird, vor Nässe schützen. Sollte der Regen sehr stark und womöglich von Windböen begleitet sein, sollten Sie vorsichtshalber sogar ein Unterwassergehäuse benutzen.

Leuchtende Farben:

Um bei den Farben, die bei Regenwetter oft etwas trüb wirken, eine freundlichere Stimmung zu erreichen, hilft eine leichte Überbelichtung mit der + Korrektur in der Blenden-, Zeit- oder Vollautomatik. Für kräftige Farben verwendet man Filter, z.B. den Blauverlaufsfilter, um einen grauen Himmel einzufärben. Noch mehr Leuchtkraft verleihen Sie den Farben Ihrer Aufnahmen durch die spätere Bildbearbeitung.

Warme Hauttöne:

Grundsätzlich kann ein wolkenverhangener Himmel der Aufnahme eine besondere Tiefe geben und für eine interessante mystische Lichtstimmung sorgen. Andererseits wirken dadurch die Hauttöne der Modelle oft etwas kühl. Um der Hautfarbe mehr Wärme zu verleihen, kann man einen Goldreflektor aufstellen. Die goldene Oberfläche sorgt auch bei dunklem Wetter mit ihrer Lichtreflexion für einen natürlichen Teint des Modells.