29. Sept. 2011

Mobiles Internet: Das Smartphone und seine Tücken

Der aktuelle Trend heißt Smartphone. Unter diesem Begriff versteht man Geräte, die neben der Telefonfunktion zahlreiche weitere Anwendungen bieten wie z.B. eine digitale Kamera oder ein Navigationsgerät. Außerdem ermöglicht das Smartphone den mobilen Zugang zum Internet für eine umfassende persönliche Datenkommunikation. All das und weitere Optionen zur Auswahl findet der Verbraucher beim Smartphone in einem einzigen Gerät.

Adress- und Terminverwaltung, Abspielprogramme für Musik und Videos sowie unterschiedliche Nachrichtendienste gehören praktisch zum Standardprogramm eines Smartphones. Darüber hinaus hat der Benutzer die Möglichkeit, zusätzliche Programme über die Funkverbindung des Gerätes aus dem Netz herunterzuladen. Diese Programme nennt man „Apps“. Der Begriff leitet sich von „Application“ – dem englischen Wort für „Anwendung“ – ab.

Allerdings hat die mobile Nutzung des Internets oft auch ihren Preis. Denn bei vielen Tarifen der Telefonanbieter verursacht das häufige Surfen mit dem Smartphone im Internet sehr hohe Kosten – ganz besonders im Ausland – eine Tatsache, die vielen Benutzern erst dann auffällt, wenn die Rechnung kommt. Falls Sie sich mit dem Gedanken tragen, ein Smartphone anzuschaffen und Online-Dienste zu nutzen, sollten Sie daher einige wichtige Tipps beachten, um nicht in die Kostenfalle zu geraten.

Überblick behalten:

Ein Smartphone verfügt über eine intelligente Technologie, die nicht nur das Zusammenwachsen von mobiler Telefonie mit dem Internet ermöglicht, sondern auch die komfortable Bedienung einer stetig steigenden Anzahl interessanter Anwendungen. Beim Smartphone können Sie unterschiedliche Daten wie z.B. Adressen, Texte und Termine über einen hochauflösenden Touchscreen eingeben oder auch über eine Verbindung mit Ihrem Computer direkt in das Gerät einpflegen. Beachten Sie dabei, dass das Datenvolumen auf Ihrem Smartphone kontinuierlich steigt. Dies spielt insbesondere dann eine Rolle, wenn Sie Daten versenden oder über die Funkverbindung aus dem Internet laden. Denn hierbei kann man schnell den Überblick über Surfdauer und Datenmenge verlieren. Machen Sie sich vorab mit den Funktionen Ihres Smartphones vertraut und prüfen Sie neue Anwendungen anhand von Kundenbewertungen im Internet. Auf diese Weise bekommen Sie ein Gefühl für das neue Gerät und können filtern, welchen Anwendungen für Sie sinnvoll sind und welche nicht.

Geräteoptionen einstellen:

Viele Anwendungen und Softwarelösungen, die sich auf dem Smartphone befinden, aktualisieren sich in regelmäßigen Abständen selbstständig. Das Gerät baut in diesem Fall automatisch eine Verbindung mit dem Internet auf, sucht nach verfügbaren Aktualisierungen und lädt diese herunter. Um diesen automatischen Datenfluss zu unterbinden, können Sie Ihr Smartphone so einstellen, dass Sie um Bestätigung gebeten werden, bevor das Gerät eine Verbindung zum Internet aufbaut. Sollten Sie die entsprechende Option nicht im Bedienungshandbuch Ihres Gerätes finden, wenden Sie sich an den Händler oder fragen Sie fachkundige Menschen in Ihrem Bekanntenkreis.

Tarife vergleichen:

Wenn Sie ein Smartphone kaufen, sollten Sie prüfen, ob Ihr bisheriger Tarif für den Betrieb des neuen internetfähigen Gerätes geeignet ist. Meistens ist das nicht der Fall, daher lohnt es sich, vor dem Kauf die Angebote der verschiedenen Anbieter zu prüfen. Ein Tarif, der perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, ist nämlich die beste Voraussetzung, um die Kosten möglichst gering zu halten. Wer wenig telefoniert und surft, kommt mit einem Kombi-Tarif ab zehn Euro pro Monat möglicherweise schon gut zurecht. Einen guten Einstieg bietet die Option, den bereits bestehenden Handy-Vertrag durch eine Internet-Flatrate zu ergänzen.

Risiken erkennen:

Insbesondere bei Navigationsfunktion und manchen Übersetzungsprogrammen ist im Ausland Vorsicht geboten. Eine Navigationsanwendung ist auf den meisten Smartphones vorinstalliert. Sie funktioniert üblicherweise über das Internet und produziert fortlaufend Kosten. Falls Sie keine Flatrate gebucht haben, schalten Sie diese Funktion besser aus. Als besonders kostenintensiv kann sich die Nutzung eines Smartphones im Ausland erweisen, wenn diese in Ihrem Tarifvertrag nicht vorgesehen ist. In vielen Ländern sind die Preise für das Nutzen von Online-Diensten nämlich deutlich teurer als in Deutschland. Vor allem in Ländern, die nicht zur EU gehören, kann die mobile Datenkommunikation enorme Kosten verursachen.

Rechnung kontrollieren:

Sollten Sie mit der Rechnung für die Nutzung Ihres Smartphones eine böse Überraschung erleben, haben Sie zunächst kaum Chancen, die Bezahlung zu umgehen. Lassen Sie sich dazu im Zweifelsfalle von einem Anwalt beraten. Um aber künftig vorzubeugen, sollten Sie von Ihrem Telefonanbieter einen Einzelverbindungsnachweis verlangen. Anhand der darin aufgeführten Verbindungen können Sie nämlich prüfen, warum die Rechnung so hoch ist, und an welchen Stellen Sie Ihre Nutzung einschränken sollten, um künftig die Kosten im Blick und im Griff zu haben.