14. Dez. 2011
Stress: Den Alltag gelassen meistern
Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, warum wir mit zunehmendem Alter immer schlechter mit Stress umgehen können? Es gibt hierfür eine plausible Erklärung. Schuld daran ist der sinkende Spiegel des Anti-Stress Hormons DHEA, der zu einem schlechteren Stressabbau im Körper führt. Deswegen ist es wichtig, wie man mit Stress umgeht. Belastend wirkt zum Beispiel, unentwegt an die Zukunft zu denken oder über vergangene Situationen zu grübeln. In der Gegenwart liegt der Schlüssel zu Ruhe und Glück. Kurzentspannungen, Atemübungen und Visualisierung verhelfen zu mehr Ausgeglichenheit. So gewinnen Sie Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Der Stress lässt nach und Sie lernen, Glücksmomente in den Vordergrund zu rücken.
Was löst Stress aus?
Meistens sind es Kleinigkeiten, die uns im Alltag stressen. Die verpasste Straßenbahn, der unvorhergesehene Verkehrsstau oder das zu Hause vergessene Portemonnaie lassen den Stresspegel steigen. Aufregung, Hektik und Nervosität machen sich breit, denn unser modernes Leben ist zunehmend durch Zeitdruck und Zeiteffizienz bestimmt. Stress entsteht aber nicht im Terminkalender sondern in unserem Kopf. Alles was wir uns vornehmen soll möglichst reibungslos und zeitsparend klappen. Unvorhergesehene Ereignisse oder plötzliche Hindernisse bringen uns deswegen schnell aus dem Konzept. Wir alle sind geprägt durch Denkmuster wie: „Die Uhr tickt“ oder und „Zeit ist Geld“. Unsere innere Einstellung ist maßgeblich dafür verantwortlich, wie wir mit Stress umgehen, bzw. was wir überhaupt als stressig empfinden.
Warum der ganze Stress?
Evolutionsbiologisch betrachtet ist Stress ein lebenswichtiges Reaktionsmuster unseres Körpers, das sich über Jahrtausende hin bewährt hat. Man stelle sich einen Urmenschen vor, der (ur)plötzlich von einem Bären angegriffen wird. In so einem Moment setzt der Körper unheimliche Energien frei, die ihm die notwendige Kraft verleihen vor dem Bären zu fliehen oder gegen ihn anzutreten. Die Stressreaktion spielt sich hierbei in 3 Phasen ab.
Die 3 Phasen einer Stressreaktion
1. Alarmphase: Das vegetative Nervensystem wird aktiviert, Puls und Atemfrequenz schnellen in die Höhe. Die Muskulaturspannung nimmt zu.
2. Handlungsphase: Kampf oder Flucht. Es gibt nur zwei Möglichkeiten.
3. Erholungsphase: Falls der Urmensch den Angriff bzw. die Flucht überlebt hat, kann er sich von den Strapazen erholen und kommt langsam wieder zu Kräften.
Kampf oder Flucht finden in unserem modernen Leben aber eher selten statt, weder im familiären Umfeld noch im Büro noch in der Schlange vor der Supermarktkasse. Dem Körper fehlt die Möglichkeit den angestauten Stress zu kompensieren. Die freigesetzte Energie findet kein Ventil.
Strategien gegen den Stress
Stress kann vermieden werden, wenn man negative Gedanken, beispielsweise die Sorge, einer Situation nicht gewachsen zu sein, erst gar nicht zulässt. Es gilt der Spruch „Sorge dich nicht, lebe!“. Tanken Sie Lebens-energie, indem Sie aktiv Beziehungen pflegen und regelmäßig Tätigkeiten nachgehen, die Ihnen Spaß machen und aus denen Sie Kraft schöpfen können. Konzentrieren Sie sich ab sofort mehr auf das Hier und Jetzt. Nehmen Sie den Augenblick ganz bewusst war. Denken Sie nicht schon an den nächsten oder gar übernächsten Schritt. Achten Sie darauf, was Sie dabei wahrnehmen und fühlen. Die Tätigkeit, die Sie dabei ausführen mag noch so banal sein, Essen kochen, Wäsche bügeln oder unter der Dusche stehen. Nehmen Sie Ihre Umwelt mit all Ihren Sinnen wahr. Geben Sie dem Heute den Vorzug. Dadurch leben Sie Ihr Leben intensiver, selbstbestimmter und spüren instinktiv was Ihnen gut tut und was nicht.
Gezielte Entspannungsübungen und fest eingeplante Ruhephasen laden zudem Ihren Energievorrat auf. Denn dieser ist bei jedem Menschen nur begrenzt vorhanden. Gehen Sie achtsam mit sich selbst um und tun sich selbst mal etwas Gutes. Das tut nicht nur gut, sondern hält jung und macht Sie für andere Menschen attraktiver. Bringen Sie eine feste Struktur in Ihren Tag, in dem auch sportliche Aktivitäten Platz haben. Schlafen Sie ausreichend lange und ernähren sich gesund. Und ebenso wichtig, lernen Sie öfters mal „Nein“ zu sagen. Dann werden Sie es schaffen ausgeglichen durchs Leben zu gehen und dem Stress die Stirn zu bieten.

