2. Jan. 2012

Machen Sie Ihre Abwehrkräfte fit!

Vor allem in der kalten Jahreszeit muss unser Immunsystem einiges aushalten: Feuchtes Wetter und kalte Temperaturen stellen hohe Anforderungen an die körpereigenen Abwehrkräfte.

Im Alltag kommen wir mit vielen unsichtbaren Krankheitserregern in Berührung. Die meisten davon gelangen jedoch gar nicht erst in den Körper, sondern scheitern an äußeren Barrieren, wie Haut und Schleimhäuten. Dennoch gelingt es manchen Viren, Bakterien & Co. immer wieder, in den Körper einzudringen. Ein gesundes Immunsystem kann in den meisten Fällen eine Infektion abfangen, ehe die Symptome ausbrechen.

Tipps zur Stärkung des körpereigenen Immunsystems

Wenn Sie sich regelmäßig an der frischen Luft bewegen, ausreichend viel schlafen und versuchen innerlichen Stress möglichst fernzuhalten, können Sie Ihr Immunsystem maßgeblich stärken. Verzichten Sie außerdem auf das Rauchen und auf übermäßigen Alkoholkonsum.

Achten Sie auf eine möglichst vollwertige und abwechselungsreiche Ernährung mit ausreichend Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Vitamin C, Vitamin E, Vitamin A und sekundäre Pflanzenstoffe helfen dabei, freie Radikale abzuwehren. Darüber hinaus tragen vor allem die Vitamine C und E zur Aktivierung des Immunsystems bei und können in ausreichender Menge die Infektanfälligkeit des Körpers senken. Fünfmal am Tag je eine Portion Obst oder Gemüse essen und schon haben Sie eine ausreichende Menge an Vitamine zu sich genommen. Ebenso wichtig für die Immunabwehr sind Mineralien und Spurenelemente wie Eisen, Zink, Selen und Jod. Diese findet man vor allem in folgenden Lebensmitteln:

Eisen: rotes Fleisch und Leber, auch Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.
Zink: Tierische Lebensmittel, vor allem Käse, Innereien, Muskelfleisch, einige Fischsorten und besonders Schalentiere.
Jod
: Meeresfische wie Seelachs und Kabeljau auch Muscheln, Garnelen, Algen und jodiertes Speisesalz.
Selen
: Eier und Fleisch.

Regelmäßige Bewegung bringt das Immunsystem auf Trab. Dabei muss es kein Leistungssport sein. Egal ob Spazieren gehen, Rad fahren oder Nordic Walking, 30 bis 60 Minuten Bewegung täglich reichen. Ausreichend Bewegung an der freien Luft stärkt die Abwehrkräfte und erhöht das Wohlbefinden gleichermaßen. Der Wechsel zwischen warmer Innen- und kalter Außenluft bringt außerdem die Durchblutung in Schwung.

Auch empfehlenswert sind morgendliche Wechselduschen. Stellen Sie sich 2-3 Minuten unter den warmen Strahl, dann 10 bis 15 Sekunden unter den kalten. Wiederholen Sie das zwei- bis dreimal und hören Sie immer mit der kalten Dusche auf. Regelmäßige Besuche in der Sauna, am besten alle ein bis zwei Wochen, regen den Stoffwechsel an. Die so trainierten Gefäßmuskeln fördern die Durchblutung und stärken das Nerven- und Immunsystem.

Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Nur wenn wir zur Ruhe kommen kann sich der Körper vollständig regenerieren. Ausreichend Schlaf, also 6 bis maximal 9 Stunden täglich, sollten Sie sich auf jeden Fall gönnen. Wenn Ihnen das Einschlafen schwer fällt, versuchen Sie vor dem Schlafengehen immer den gleichen Beschäftigungen nachzugehen, z.B. Lesen, Tagebuch schreiben, spazieren gehen usw.

Stress vermeiden. Auch psychische Faktoren haben einen starken Einfluss auf unser Immunsystem. Reize, die Stress auslösen (sog. Stressoren), schwächen das Immunsystem. Stress lässt sich leider nicht immer vermeiden, aber wenn Sie lernen, mit Stress besser umzugehen, wird sich das positiv auf das Immunsystem auswirken. Entspannungstechniken wie Yoga, Qigong, autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson können helfen, mit belastenden Situationen besser umzugehen.