13. Jan. 2012

Mit dem Rauchen aufhören. Lohnt sich das jetzt überhaupt noch?

Haben Sie auch vor sich das Rauchen endgültig abzugewöhnen? Oder sind schon einmal daran gescheitert, weil Sie glauben, das würde sich ja doch nicht lohnen? Dann können wir Ihnen versichern, der Verzicht auf das Rauchen „lohnt“ sich zu jedem Zeitpunkt! Nicht nur Ihrer Gesundheit, sondern auch der Gesundheit Ihres Umfeldes zu liebe ist es besser künftig auf den blauen Dunst zu verzichten. Ihre Mitmenschen und nicht zuletzt Ihr Portemonnaie werden es Ihnen danken.


Bildquelle: Benjamin Klack, pixelio.de

Der Trend geht zum Nichtraucher

Seit Einführung des Nichtraucherschutzgesetztes im August 2007 sind nach und nach in allen Bundesländern Bestimmungen zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens erlassen worden. Das hat unter anderem dazu geführt, dass der Anteil der Raucher von 35,1 Prozent auf 29,0 Prozent zurückgegangen ist. Werden auch Sie Teil dieses Trends und packen das „Aufhören“ richtig an.

Es gibt zahlreiche Methoden, sich das Rauchen abzugewöhnen. Manche Menschen schaffen es aus eigener Willenskraft, andere kaufen sich Ratgeberbücher oder Nikotinpflaster, konsultieren ihren Arzt oder schließen sich einer Selbsthilfegruppe an. Egal welche Strategie Sie anwenden, Sie werden innerhalb kürzester Zeit merken, wie sich Ihre körperliche Belastbarkeit und damit auch Ihre Lebensqualität spürbar verbessert.

Gesundheitliche Aspekte des Nichtrauchens

Bereits nach 20 Minuten fällt der Blutdruck. Die Temperatur von Händen und Füßen steigt auf den Normalwert. Nach 8 Stunden fällt der Kohlenmonoxidgehalt des Blutes auf den Normalwert. Nach 24 Stunden sinkt das Herzinfarktrisiko stetig. Nach 2 Wochen bis 3 Monaten verbessert sich die Durchblutung und die Lungenkapazität vergrößert sich um bis zu 30 Prozent. Der Raucherhusten verabschiedet sich nach ca. 1-9 Monaten. Ein Jahr später fällt das Risiko an den Herzkranzgefäßen zu erkranken. Nach 5 bis 15 Jahren sinkt auch das Schlaganfallrisiko beträchtlich.

Die schleichende Entwöhnung

Pflaster, Kaugummis oder Bonbons mit Nikotin können Entzugserscheinungen lindern und den Ausstieg aus der Sucht erleichtern. Wer regelmäßig über den Tag verteilt geraucht hat, sollte es mit einem Nikotinpflaster versuchen, denn dieses ahmt den konstanten Nikotinspiegel im Blut nach. Situationsraucher hingegen sollten besser zu Kaugummis greifen, da sie nur in bestimmten Situationen nach der Zigarette greifen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, klären Sie Ihre Fragen am besten bei einem Beratungsgespräch mit dem Arzt oder Apotheker. Welches Nikotinpräparat Sie auch immer wählen – der Beipackzettel ist Pflichtlektüre!

Lenken Sie sich ab

Zum Beispiel mit Sport. Das hat zudem einen positiven Nebeneffekt. Nicht nur, dass Sie durch das Nichtrauchen leistungsfähiger sind und bessere sportliche Leistungen erzielen. Die Bewegung führt dazu, dass der Körper Glückshormone freisetzt, die es Ihnen leichter machen, nicht mehr wie gewohnt zur Zigarette zu greifen. Sie fühlen sich nach dem Sport ausgeglichener und zufriedener. Außerdem wirken Sie einer Gewichtszunahme durch das plötzliche Nichtrauchen entgegen. 3x die Woche ca. 45 Minuten Bewegung reichen. Wie wäre es mit einem Kurs an der nächsten Volkshochschule?

Zudem heißt es: Finger weg von Ersatzbefriedigungen, wie dem Griff in die Süßigkeitentüte. Besser sind kleine, gesunde Appetithäppchen für Zwischendurch, z.B. Obst, Möhren oder saure Gurken. Die helfen genauso gut gegen plötzlichen Heißhunger.

Trinken Sie zudem viel Wasser. Vermeiden Sie Kaffee und Alkohol – beides kann Ihr Verlangen nach einer Zigarette steigern. Wenn Sie Freunde und Bekannte treffen, dann machen Sie um verrauchte Kneipen in nächster Zeit lieber einen großen Bogen.

Sollte dennoch das Verlangen kommen, atmen Sie tief durch und beschäftigen sich sofort mit etwas anderem. Unterhalten Sie sich mit jemandem oder gehen Sie einer neuen Aufgabe nach. Denken Sie nicht darüber nach, wie es jetzt wäre, eine Zigarette zu rauchen. Sie können dem Verlangen entgegenwirken, indem sie Ersatzhandlungen schaffen. Ganz einfach indem Sie ihre Hände beschäftigen: Bleistifte spitzen, Tee kochen, Finger-Yoga üben, eine SMS schreiben, eine Einkaufsliste zusammenstellen, einen Apfel sorgfältig schälen, etc.

Lenken Sie Ihre Energien in etwas Anderes. Packen Sie eine neue Aufgabe an, bringen Sie den Müll runter, stehen Sie auf und machen einen Spaziergang, machen Sie bewusste Atemübungen (tief ein- und langsam wieder ausatmen), entspannen Sie sich bei Ihrer Lieblingsmusik, rufen Sie Verwandte oder Bekannte an, mit denen Sie lange nicht telefoniert haben oder suchen Sie auf unserer Seite vitalindeutschland.de nach neuen Freizeitaktivitäten aus Ihrer Gegend.

Vital in Deutschland wünscht Ihnen viel Erfolg und Durchhaltevermögen endlich Nichtraucher zu werden!